Tag23

Guten Abend ihr Lieben!

Oh oh! Nachdem wir gestern alle noch vollkommen aus dem Häuschen waren und vor lauter Aufregung kaum schlafen konnten, ereilt uns heute leider die Ernüchterung in Form einer deutlichen Warnung!

Wie ihr ja alle wisst, hat mit gestern Mrs. Carlton Joan, Chairman des UNDP Grant Programme, 4,8 Mio. GBP für mein Projekt zugesichert und mir darüber hinaus in Aussicht gestellt, ein eigenes Land geschenkt zu bekommen („7 Present Country:“). Ich habe mich darauf hin, ihr habt es ja selbst gestern gelesen, per E-Mail bei ihr gemeldet und mir weitere Informationen bezüglich dieser so großzügig scheinenden Schenkung erbeten ( „I get a country for present? Please explain with some more deteils!“).

Und jetzt das!

Ihr habt ja wahrscheinlich alle Corinnas Warnung gelesen, die Sie mir per Kommentar zum letzten Beitrag hat zukommen lassen. Hier nochmal der genaue Wortlaut:

„Hallo Micha,

deine Antwort auf Frage 6 ist Spitzenklasse, ich hasse es auch beim Telefonieren eingesperrt zu sein denn um mich zu konzentrieren laufe ich im Gespräch immer umher.

Hinsichtlich des geschenkten Landes muss ich dir aber doch zur Vorsicht raten, Nicht so ganz grundlos lässt Vergil in der Aeneis den Priester Laokoon sagen: „[…] equo ne credite, Teucri. Quidquid id est, timeo Danaos et dona ferentes.“ (deutsch: „Traut nicht dem Pferde, Trojaner! Was immer es ist, ich fürchte die Danaer, selbst wenn sie Geschenke bringen.“)

Und du weisst ja sicher was für ein schlimmes Ende es mit den Trojanern im allgemeinen und dem Laokoon (und seinen Söhnen) im Speziellen genommen hat.

Es steht zu befürchten (so zwitscherte mir ein Vögelchen) dass die UN dir Nordkorea andrehen möchte da sich die Südkoreaner weigern die für die Wiedervereinigung ihres Landes nötigen Kosten zu tragen und so wie ich das einschätze kommst du mit einer Milliarde nicht weit wenn du Nordkorea auf Vordermann bringen musst.

LG Corinna“

Verdammte Sauerrei!

Da biedert sich die UN zuerst bei uns an und unterstützt unser Projekt „großzügig“ mit 4,8 Mio. Pfund, nur um uns dann ihr Sorgenkind Nord-Korea unterzujubeln! Ganz frei nach den Motto: Soll doch der dumme Milliardär für die Sanierungskosten aufkommen. So nicht! Da wäre meine schöne Milliarde ja schon nach drei Tagen aufgebraucht. Das kann und werde ich nicht zulassen.

Sollte die UN versuchen, mir Nord-Korea, oder ein ähnliches Kaliber als „Geschenk“ anzudrehen, werde ich die Schenkung ablehnen und die Annahme verweigern!

Liebe Corinna, ich danke dir vielmals für deine Warnung!

Folgende E-Mail habe ich so eben an die UN geschickt:

„Dear Mrs. Carlton Joan of UNDP Grant Programme,

A trustful informer has told me, that the country you want to give me for present could be North-Korea. I want to inform you, that I will not accept North-Korea or any other problem-state as present!

I made you a list of states, which would be acceptable for me as a present:

Qatar, Luxembourg, Singapore, Norway, Brunei, United Arab Emirates, United States, Hong Kong, Switzerland, Netherlands, Australia, Austria, Ireland, Canada, Kuwait and Germany.

Please choose one of these states, or keep your countries for your own!

Best regards, the Micha“

Damit dürfte diese Gefahr nun gebannt sein. Wenn ich jetzt kein Land geschenkt bekomme, kaufe ich mir später halt selber eins.

Noch mal vielen Dank an Corinna und euch anderen noch einen schönen Abend. Erholt euch gut von diesem Schock, ich brauche euch morgen wieder bei vollen Kräften, wenn es darum geht, für meine erste Milliarde hochdotierte Spenden zu sammeln.

Viele Grüße, der Micha

2 responses to this post.

  1. Hallo Micha,

    nach einigen Tagen in denen mich eigene Vorhaben in Atem hielten bin ich nun wieder zu deinem Bericht zurückgekehrt und von deinen Fortschritten mehr als nur beeindruckt.

    Besonders freut mich dass du noch rechtzeitig diesem verhängnisvollen Danaer-Geschenk der UN ausweichen konntest – ich meine, niemand will Nordkorea, nicht mal Südkorea hat da Appetit, was sollst du damit anfangen?

    Nächsten Mittwoch ist dann auch die Wahl in den USA Geschichte und vielleicht solltest du das zum Anlass nehmen dich mehr als bislang den USA zuzuwenden. Geld sollte man dort abholen wo es liegt und das mag die Wall Street sein, und die ist nun mal in New York.

    Mir ist auch der Gedanke gekommen andere spendenfreudige Amerikaner für deine Idee zu begeistern, ich denke da vor allem an die Herren Bill Gates und Warren Buffet die sich beide schon mit Spenden in Milliardenhöhe für gute Zwecke hervorgetan haben und wenn dein Vorhaben kein guter Zweck ist dann weiss ich wirklich nicht was sonst. Mit deinem schon in der Vergangenheit bewiesenen perfekten Spendensammel-Englisch sollte es dir doch ein leichtes sein hier ein paar Dollar locker zu machen.

    Du siehst, ich stelle mich selbstlos in den Dienst der guten Sache. Nun ja, fast selbstlos, denn leben muss ich ja nun auch, und da wäre ich dir für eine kleine Anerkennung dankbar. Was hälst du von 1,5% von dem Teil der Erlöse, der die angepeilte Milliarde übersteigt? Ich bin vom Erfolg deines Projekts felsenfest überzeugt und glaube sogar dass mehr Geld zusammenkommt, und davon 1.5% kannst du sicher verschmerzen.

    Das klingt nun gierig, aber auch ich bin auf andere die mir gute Ideen liefern angewiesen und die 0,5% wären dann für meine Freundin Andrea die mich auf die Idee mit dieser kleinen Provision brachte. Sie braucht das Geld auch nicht für sich selbst sondern möchte in ihrer Heimatstadt Halberstadt eine Gedenkstätte für Catharina Margaretha Linck errichten (im Text eine Seite nach unten scrollen). Diese Catharina Margaretha Linck wurde 1721 als letzte Frau in Deutschland in Halberstadt hingerichtet, u.a. weil sie Männerkleidung trug und mit einer Frau verheiratet war (und als Soldat diente und mehrfach getauft wurde und und und… nur Hexe zu sein hat man ihr nicht vorgeworfen, schon hart die Zeit damals). Heute erinnert nichts mehr an sie und das Vorhaben etwas zu ihrem Gedenken zu tun ist sicher eines, welches Unterstützung verdient.

    Können wir auf deine Unterstützung zählen?

    LG Corinna😉

    Antworten

    • Hallo Corinna,
      schön, wieder etwas von dir zu hören.
      Wie auch schon bei der Nordkorea-Falle, in die ich ohne deine Warnung fast getappt wäre, beweist du auch bei der strategischen Planung zukünftiger Spendenwerbung viel Weitsicht und einen scharfen Verstand. Sobald der Donnerhall der Wahlen verraucht und die Spuren des Hurrikans größtenteils beseitigt sind, werde ich mich gezielt daran machen, die reichsten der Reichen in den USA um die Mithilfe bei meinem Projekt zu bitten.

      Bezüglich deiner Bitte, dir 1,5% aller Spendengelder zu überlassen, die meine erste Milliarde übersteigen, muss ich dir leider eine auch für mich sehr schmerzliche Absage erteilen.
      Bei den Geldern, die für mein Milliardenprojekt bei mir eingehen, handelt es sich um zweckgebundene Spenden. Es sind Spenden, die dem Zweck dienen sollen, mich reich zu machen. Würde ich diese Gelder mit dir teilen, ganz egal wie bescheiden dein Anteil daran auch wäre, würde ich diese Gelder zweckentfremden und die Spender somit betrügen und das möchte ich natürlich nicht. Ich weiß, dass dies auch nicht in deinem Sinn liegt und deiner Intention entspricht.

      Um dich jedoch nicht vollends zu enttäuschen und zu entmutigen, möchte ich dir versichern, dich als eine meiner treusten Weggefährtinnen auch in Zukunft nicht zu vergessen.
      Sobald ich ein eigenes Land mein Eigen nenne, möchte ich dir gerne das gut dotierte Amt der Ministerin für Gleichberechtigung, kulturelle Förderung und soziale Gerechtigkeit anbieten. Ich hoffe, dies liegt in deinem Sinne.
      Bezüglich des Denkmals für Catharina Margaretha Linck wird ebenfalls die Zukunft darüber Zeugnis geben, ob nicht doch durch den Einfluss des ein oder anderen Gönners aus den Trümmern eines unnützen Fastfood-Restaurants etwas Neues erwachsen kann, was für folgende Generationen einen gemeinsamen Punkt darstellt, der sowohl eine Stätte der offenen Begegnung als auch zugleich Mahn- und Denkmal für die Fehler vergangener Zeiten ist.

      Ich hoffe du bist mir bezüglich meiner Absage an einer direkten finanziellen Beteiligung an meinem Projekt nicht böse. Es würde mich sehr freuen, auch weiterhin auf deine starke Unterstützung in brenzlichen Situationen zählen zu können.

      Viele Grüße, der Micha

      Antworten

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